Hilfe vor Ort

Schaffe, schaffe, Häusle baue!

Seit Beginn der Planungen zum Obdachlosenheim in Orhei steht für uns fest: Es braucht von Anfang an eine solide Finanzierung! Die kann nur von Menschen aufgebracht werden, welche von dem Projekt überzeugt sind. Nur so kann den obdachlosen Menschen in Orhei Hoffnung gegeben werden. Über die Seite www.ichspende2000.de wirbt Arkadiusz Paluszek bei anderen Unternehmern dafür, zusammen diese Aufgabe anzugehen. Bis jetzt erreichten uns erfreulicherweise bereits 14.000 € an Zusicherungen. Damit fehlen für das erste Projektjahr nur noch 4.000 €. Es ist zu schaffen!

Furchtlos ins Neue Jahr

Es ist wohl nicht zu viel gesagt, Olesea Lungu eine unerschrockene junge Mutter zu nennen. Jung ist sie, denn sie besucht noch die dreizehnte Klasse. Vor kurzem brachte sie eine kleine Tochter zur Welt und muss nun aus dem Internat in eine eigene Wohnung ziehen. Zu ihren Eltern kann sie nicht, die sind schon vor Jahren gestorben. Auch der Vater des Kindes ist keinerlei Hilfe. Pfarrer Aga war von Oleseas Entschlossenheit tief berührt, die allen Widrigkeiten zum Trotz zu ihrer Tochter steht. Mit Mitteln aus dem Nothilfefonds von Fortotschka hat er für die frisch getaufte Camelia auf drei Monate Windeln und Milchpulver gekauft.

Armut im Zaum halten

Armut kann den Reichtum Demut lehren. Das zeigt auf ergreifende Weise der Lebenswandel von Petrea: Der schlaksige Mann mit den scheuen Augen hat vor Jahren sein rechte Bein verloren und lebt alleine auf dem Land. Seine Frau ist mit der kleinen Tochter in ein anderes Dorf gezogen. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich mit dem Nähen von Pferdegeschirr, wie es in Moldawien für die Arbeitspferde noch häufig benötigt wird. Alle anderen häuslichen Tätigkeiten, denen Petrea stoisch nachgeht, sind Handarbeit. Von dem Ertrag kann er gerade so leben.

Um seine Einkommenssituation zu verbessern, trieb Pfarrer Aga eine Nähmaschine für Leder und derbe Stoffe auf. Die gut erhaltene Gebrauchte steht nun bei Petrea unter dem Vordach. Bei der Gelegenheit wurden gleich noch Riemen für mehrere Geschirre erstanden. Mit dieser kleinen Anschubfinanzierung durch Fortotschka kann Petrea bald nicht nur sich selbst über Wasser halten, sondern auch zum Lebensunterhalt seiner Tochter beitragen.